Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Chronik des THW Bad Staffelstein: 1992-1995

Mit Einführung des THW-Neukonzepts verlor der Staffelsteiner Ortsverband Anfang 1995 seinen ABC-ZugEin bedeutsames und zukunftsweisendes Jahr für den Ortsverband Staffelstein wird das Jahr 1992. Nach fast vierjähriger Wartezeit erhält der Staffelsteiner Bergungszug für den bereits Anfang 1989 ausgesonderten alten Gerätekraftwagen (GKW) eine neues Fahrzeug und verfügt damit endlich wieder über einen fahrzeugmäßig komplett ausgestatteten Bergungszug. Dass außerdem der 16 Jahre alte VW-Bus durch ein neues Führungsfahrzeug Marke Ford Transit, das heute noch seinen Dienst im Ortsverband tut, ersetzt wurde, war eine freudige Überraschung und eine kleine Entschädigung für das lange Warten auf den GKW.

Viel bedeutsamer für den THW-Ortsverband Staffelstein war jedoch, dass die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk am 25. Juni 1992 die THW-Liegenschaft in Wolfsdorf vom Landkreis Lichtenfels käuflich erwirbt und damit das ganze THW-Areal in Bundeseigentum übergeht.

In diesem Zusammenhang werden auch die alten Garagentore der Fahrzeughalle erneuert und durch moderne Sektional-Tore. So konnten die Besucher am "Tag der offenen Tür" am 28. Juni 1992 nicht nur die THW-Unterkunft im neuen "Outfit" bewundern, sondern auch die beiden neuen Einsatzfahrzeuge, Führungsfahrzeug und Gerätekraftwagen, kennenlernen und ein bisher einmaliges Ereignis im THW-Ortsverband Staffelstein miterleben, die Fahrzeugweihe durch die Geistlichen beider Konfessionen.

Durch die neue Fahrzeugausstattung wurden die Staffelsteiner THWler nun schon wieder von ihrem bereits 40 Jahre anhaltenden Problem eingeholt, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Ortsverbandes zog. Der Platz in der Garage der Unterkunft reichte für die gesamte neue Fahrzeug- und Geräteausstattung beider Züge nicht mehr aus, so dass erneut ein Um- und Erweiterungsbau ist Auge gefasst werden musste. Obwohl schon kleinere baulichen Veränderung in der Fahrzeughalle durchgeführt wurden, blieben die damaligen 55 Bergungshelfer, 47 ABC-Helfer und 30 Althelfer vom nächsten An- und Umbau noch etwas verschont, da die Mittel dafür fehlten.

Am Freitag, 14. Mai 1993 feierten die Staffelsteiner THWler das 40-jährige Gründungsfest ihres Ortsverbandes und das 30-jährige Bestehen des ABC-Zuges im Schützenhaus am Wolfsganger. Bei diesen Feierlichkeiten wurden die beiden Zugführer des Ortsverbandes Staffelstein, Manfred Kreusel (ABC-Zug) und Jürgen Jäger (Bergungszug) aufgrund ihrer besonderen Verdienste um den Staffelsteiner Ortsverband vom THW-Landesbeauftragten Rainer Vorholz, mit dem "THW-Ehrenzeichen in Bronze" ausgezeichnet. Nachdem der OV Staffelstein kurz danach seinen 25 Jahre alten Rheinstahl-Hanomog Mannschaftskraftwagen (MKW) abgeben mussten, dauerte es diesmal nur ein Jahr bis der neue MKW, ein Mercedes-Benz Allrad-Fahrzeug mit Doppelführerhaus und Gerätekofferaufbau Mitte 1994 auf dem Hof stand.

Zur gleichen Zeit waren die Helfer schon wieder mit Bauarbeiten beschäftigt, denn es galt das 1988 in Eigenleistung hinter der Fahrzeughalle errichtete geräumige Material- und Holzlager, das auch zu Übungszecken diente, einzureißen und auch der ebenfalls hinter der Halle befindliche Kühlraum musste dem nun anstehenden Erweiterungsbau weichen.

Doch bevor der Neubau in Angriff genommen wurde, kam es noch zu tiefgreifenden Veränderungen beim Ortsverband Staffelstein und im Technischen Hilfswerk. So fiel nach über dreißigjährigem Bestehen der Staffelstein ABC-Zug den Sparmaßnahmen im Katastrophenschutz zum Opfer, wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1995 aufgelöst und die ABC-Helfer wurden in den Bergungszug eingegliedert. Aufgrund dieser Sparmaßnahmen bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk wurde auch zum 1. Juli 1995 auch der Nachbarortsverband THW Lichtenfels aufgelöst und es trat das neue THW-Konzept 2001 in Kraft, das eine Umstrukturierung der Bergungseinheiten und eine Verringerung der Helferstärke und der Einsatzfahrzeuge vorsah.

So wurde zum 1. Juli 1995 aus dem Bergungszug Staffelstein ein Technischer Zug dem dann noch eine Fachgruppe Elektroversorgung mit einer 175 KVA Netzersatzanlage (NEA) zugeordnet wurde mit einer Gesamthelferstärke des Zuge und der Fachgruppe von 40 aktiven Helfern und 20 Reservehelfern.

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