Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Großbrand in der Altstadt: THW Bad Staffelstein unterstützt Coburger Kameraden

Am Haken: Ein Statiker betrachtet mit Zugführer Johannes Stich die beschädigte DachgaubeIn der Nähe des Marktplatzes wütete am Morgen des 27.05.2012 ein Großbrand in der Altstadt von Coburg. Acht Häuser fielen den Flammen zum Opfer und wurden dabei schwer beschädigt, einige sogar völlig zerstört.

Knapp 300 Feuerwehrleute kämpften bis zum Mittag gegen die Flammen. Neben dem THW Coburg war auch der Ortsverband Bad Staffelstein im Einsatz mit dabei.

Bereits am Sonntagnachmittag fuhren ein gutes Dutzend Bad Staffelsteiner THWler zur möglichen Unterstützung und Ablösung der Kameradinnen und Kameraden aus dem Ortsverband Coburg in die Residenzstadt. Ein größeres Eingreifen war zu dieser Zeit allerdings nicht mehr notwendig, so dass sich die Helferinnen und Helfer nach ein paar kleineren Hilfsleistungen am späten Abend wieder auf den Heimweg in die Badstadt machen konnten.

Teamwork: Bad Staffelsteiner Helfer beim Anlegen des AuffanggurtesDie Ruhe währte allerdings nicht lange. Die Meisten waren noch keine zwei Minute zuhause, da bekamen sie schon die nächste Alarmierung: Unterhalb einer Dachgaupe eines ausgebrannten Gebäudes in der Coburger Herrengasse hatten sich Risse gebildet und drohte, laut Aussage des Statikers vor Ort, einzustürzen. Zusätzlich bestand die Gefahr, dass herabstürzende Trümmerteile die Gasleitung in der Straße beschädigen und austretendes Gas ein noch größeres Unglück nach sich ziehen könnten.

Zurück in Coburg übernahm das THW aus Bad Staffelstein unter der Leitung von Zugführer Johannes Stich zunächst die Ausleuchtung der Einsatzstelle. Im Korb am Haken eines angeforderten Autokrans befestigten die Helfer danach ein Drahtseil an der Gaube, mit dem diese auf die Straße gezogen werden sollte. Die Gasleitungen wurden durch aufgeschütteten Sand auf der Straße geschützt.

Doch scheinbar war das alte Gebäude dennoch stabiler gebaut als gedacht: Die angeblich einsturzgefährdete Konstruktion hielt der Zugkraft einer 32-Tonnen-Winde eines Bergekrans stand. Da offensichtlich keine akute Einsturzgefahr gegeben war und die aufgehende Sonne die Beleuchtung der Einsatzstelle überflüssig machte, konnten sich die THWler am nächsten Morgen gegen 6 Uhr wieder auf den Weg in Richtung Bad Staffelstein und ihren wohlverdienten Betten machen.

 Räumung: Von der Dachgaube mussten zunächst Schutt und Ziegeln entfernt werden  Standhaft: Letztendlich stellte sich die Konstruktion stabiler als gedacht heraus

Bilder: Frank Neumann für THW Bad Staffelstein

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